sel m. 1. TiN wie Standardspr., verstr. – ... da dachte, n Esel jinge villeicht oh ... Heese 21919,42; ... denn was so an richtijer Esel is, das is an zu pussierlijes Tierechen ... Wäschke 61915,110; Rda.: juucht wie ’n Esel Vk-Harz 3,46; grienen wie’n Essel, de Deich (Teig) efrä- ten hat Sprw-Eils 38; Dat kle’t ne wie en Esel de Parrücke Sprw-Harzvorlf 22; de sitt vuller Faxen wie de Essel vuller Winne (Darmwinde) HA-No; de hat sick von Pärd uppn Äsel sett ‘er/sie hat sich verschlechtert’ SA-Bad; kimmt von’t Pärd ob’n Esel dass., CA-Atz; Du versteihst so vöäl daovon as de Äsel van’t Schlittschohlopen. Bewohner-Altm 1,320; de is nich jebren, dne hat de Essel in Galopp ferlr’n HA-Oh; Dene hat de Esel uteschetten Sprw-Harzvorle 143; Sprw.: Den Esel erkennt’n an’n Ohren. Spr-Altm 82; Wat en gu’en Essel is, de begriset (grau werden) bititen. Wb-Holzl 35; wenn’n Äsel to woll wäerd, denn jäit’r upt Ies SA-Bü; wenn sick de Esels balgen, gift Renen WO-HWa; en ollen Essel is schlecht danzen leern Sprw-Börde. – 2. ‘dummer, einfältiger Mensch’, Schimpfwort,  Dussel, vereinz. – d bist än richtigng sel JE2-Scho; Taun Essel fehlt meck nich mehr veel ... Klaus 1936,18. – 3. ‘niedrige Stelle im Zaun zum Übersteigen’ 3: Wb-We 36. – 4. ‘die große Harke, mit der das auf dem Stoppelfeld liegen gebliebene lose Getreide zusammengeschleppt wird’,  Sstarwe, 3: WE-Is.
Lautf.: Esel, [zl] vereinz. Altm., Dialekt-Ma 9/Mda-nwJe1a 51 (verstr. w JE1), vereinz. ZE n/mittleres/sw elbostf., verstr. ö elbostf. omd.; Äs(e)l, [z()l] vereinz. Altm., verstr. n/mittleres JE2, Mda-nwJe1a 51 (JE2-HSe, verstr. n JE1), JE1-Gü, Nd-Börde § 80 (WO-Schn); [äz()l] Siedler-Je § 79 (s JE2 JE1); [az()l] Dialekt-Ma 9/Mda-nwJe1a 51 (verstr. JE1 – außer w), Mda-Ze (vereinz. ZE); [aiz] SA-Dä; Essel verstr. w elbostf., vereinz. mittleres elbostf.; [zl] Nd-Börde § 80 (WO-Schn).
ten Vb. allg. 1. ‘(als) feste Nahrung zu sich nehmen, essen’ – itt nich so fett STE-GrMö; ohne Täne äten ZE-Sta; inne Kkng d’n w ümma JE2-Scho; ... wenn ik do Fröhstück äten. Pohlmann 1905,2; Hest denn all wat geten? Bewohner-Altm 2,41 (SA); Max, du saß na Huse koamen, wie willn wat äeten! Heimatkalender-Je 1927,118 (JE2-Vie); ... erscht wollen mer abber unsen Schweinebraten essen. Richter o.J. 32; Als nu dat Nachtmal e gett’n war, sette sick olt un junk noch en Schur vor de Döre ... Rauch 1929,61; Rda.: Er ißt wie an Scheffeldrescher. ‘Er isst viel, unmäßig.’ Vk-Anhalta 62; hei itt als wenne Lüse kaut ‘er isst langsam’ Sprw-Eils 39; Aeten wat de Kelle gift Sprw-Harzvorle 144; ut’n Äten en Handwark drut maken ‘großen Wert auf das Essen legen’ BA-Re; t man, morjen krt et doch bles de Katten! scherzh. Aufforderung zum Essen, HA-Oh; ick ete, wat ick will un hole ut, wat ick mott Wb-Holzl 83 (HA-So); Un nu is met unse Mutter jar nich mehr jut Kärschen essn. ‘Mit ihr kommt man nicht gut aus, sollte man sich nicht anlegen.’ Spr-Asch 28; Sprw.: so as ick ät, so arbei ick SA-Ta; Wenn’n bie ’n Aeten schweet; denn hilpt et. Chr-Em 430; sülwest eten mkt fett Wb-We 36; Eten und Drinken hält Lief un Seele tesamme Sprw-Börde; De Bri wät nich so ht gät’n, as he uppdraogt is. Wb-Altm 25; Sprw.: äten, fräten, supen, langsam gn un pupen, dat sleit an WE-Be. – 2. in Verbdg. mit charakterisierenden Adj. ‘durch Essen in einen bestimmten Zustand bringen’ – Itt dick satt un dicke, stick aber nist in de Ficke (Tasche). Chr-Em 430.
Lautf.: Inf.: et(e)n, [t()n] vereinz. nwaltm., verstr. Altm., JE2-Ste, vereinz. JE1, verbr. HA, sonst verstr. elbostf. (aufgrund der Laienschreibung ist nicht auszuschließen, dass ein Teil dieser Belege, bes. im Nwaltm. und Brdb., ä-, [-] zuzuordnen ist); edn OST-Sto; ät(e)n, [t()n] verbr. nwaltm. nbrdb., verstr. mbrdb. HA, sonst verbr. elbostf.; äd(e)n, [dn] SA-KlGe, vereinz. nbrdb.; eiten, ait(e)n vereinz. n nwaltm.; [aet, -d-], [ait, -d-] SA-Dä; [äitn] verstr. n nwaltm.; eaten vereinz. mbrdb.; eäten, [ätn] GA-Kä, vereinz. ö Altm., verstr. mbrdb.; äaten, [atn] JE1-Ge, verstr. ZE; äeten JE2-Par, vereinz. sö JE2; [ätn] Siedler-Je § 81 (s JE2 JE1); etten GA-Rö, WA-Do Schl; ätten WA-Ble; essen verstr. mittleres/s ZE, Spr-Asch 28, CA-GrRo, BA-Ha, QUE-Frie, verbr. anhalt.; äsn Mda-Ro; aszen Mda-Sti 12; 3. Sg. Präs.: itt Wb-Altm 260, vereinz. GA STE, verbr. elbostf.; ißt ZE-Göd, vereinz. anhalt.; ett Bewohner-Altm 2,135, verstr. mbrdb.; ätt JE1-Ge; Imp. Sg.: itt Wb-Altm 48, STE-GrMö, verstr. elbostf.; Wb-Ak 53; ett Spr-Altm 50, verstr. mbrdb.; [es] Mda-Ze (ZE-Roß); 1./3. Sg. Prät.: aat, [t] verstr. elbostf.; [t] QUE-Di; att Wb-Altm 48, Pohlmann 1905,50; t Wb-Altm 48; Part. Prät.: geten Bewohner-Altm 2,41 (SA); gëten Wb-Altm 48; [gdn] SA-Rist; gäeten SA-Se; [jatn] ZE-Göd; [j-] ZE-Kö; egett(e)n, -jett(e)n JE2-Gü, verstr. elbostf.; [jet] JE2-Scho; [jjetn] Mda-Ze (vereinz. ZE); [-jet] JE2-Scho; jejessen, [jjesn] Mda-Ze (ZE-Roß), Richter o.J. 32; gätten SA-La, Bewohner-Altm 1,323, STE-Bis.
Fett n. 1a. ‘aus tierischen oder pflanzlichen Zellen gewonnener halbfester oder flüssiger Stoff’ 1: Ehlies 1960b 298, SA-Dä, 2: verstr. Altm., ZE-Roß, 3: verstr. elbostf., 4: verstr. omd. – ... un wollten forr’n Silwerjroschen Fett hann. Heese21919,98; ... in twee Pött. Dee wern vull Bröh mett weinig Fett. Francke 1904,101; Rda.: et fet met fingern in’n rsch schtoppen ‘übermäßig Fett zu sich nehmen’ Wb-Nharz 208; lecke Fett! derbe Abweisung, ZE-Roß; da haste dien Fett ‘da bekommst du, was du verdienst’ CA-Fö; ’n sein Fett j’m ‘jmdn. zur Strafe verprügeln’ Wb-Ak 56; ... da krigt hei gehörig sin Fett! ‘da wird er verdientermaßen zurechtgewiesen, bestraft’ Klaus 1936,26; Mit sin eigen Fett bedrüpp’n. ‘etw. selbst verschulden’ Spr-Altm 79; Sprw.: wr’t Fett fräten hat, kann k de Broie supen Wb-We 155; das Fatt schwimmt oben, un wann’s von Hunne is ‘die Reichen, Einflussreichen sind immer im Vorteil’ BLA-Sti. – 1b. ‘Schmalz’, bes. vom Schwein, vgl. Smalt, 2: GA-Ber, WO-Ke, verbr. mbrdb., 3: WA-Bo Egg, vereinz. sw elbostf., verstr. sö elbostf., 4: verstr. anhalt. – schmre mich Fedd uf de Bemme DE-Ca. – 1c. ‘Wagenschmiere’ 3: Wb-We 155. – 2. ‘Anhäufung von Fettgewebe im Körper’ 3: vereinz. elbostf. – Sprw.: Fett sett Fett Sprw-Eils 39.
Lautf.: Fett, [fet] (anhalt.: [fed]); außerdem: Fatt BLA-Sti.
frten Vb. 1. verbr. – a. ‘Futter zu sich nehmen’, von Tieren – de Hnor fressen es Lb jarne BE-Il; Jä, do frett dät Schwin nich in Hannjochen sin’n Stall ... Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Besser solls awwer sinn, wemmor jelei zweee (Ferkel) nimmet ... weil immer eens s annere nischt jinnt un se denn so um de Wette fressen. Heese 21919,86; Sprw.: Watt’n spaort vör’n Mund, datt fritt Katt un Hund. Wb-Altm 96; Rätsel: vörn schitt’, hin’n fritt – Häcksellade, STE-Go. – Volksgl.: Wedderlinsch (wetterlaunisch, auf bestimmtes Wetter reagierend) sind Hunde, wenn se Gras fressn. Spr-Asch 43. – b. ‘essen’, von Menschen, abw., bes. ‘unmäßig, gierig oder unmanierlich essen’ – ... de freet Sei de Schötteln ritzeratzekahl ... Lindauc o.J. 73; Ratschlag: du kannst nich glw’n, watt du rinslaog’n kannst, wenn du langsaom frittst. Wb-Altm 261; Rda.: fritt wie so’n Schwien Vk-Harz 3,46; hei fritt wi en Smed ‘er isst sehr viel’ WE-Dee; frten w’n Schnendöscher ‘sehr viel essen’ HA-Oh; freten wie’n Scheppeldöscher dass., Sprw-Eils 39; H fritt, datt ämm dat Ml schmt ‘Er isst sehr schnell.’ Wb-Altm** 46; Dat mütt gaohn, as wenn de Bur Plum’n fritt. ‘Das muss schnell gehen.’ Spr-Altm 87; no d frittst hüte un kaust morgen zu einem langsamen Menschen, Wb-We 159; de Kinder frt einen de Hre fon’n Koppe HA-Oh; Wenn das wr is, freß ich en Bsen! Wb-Ak 61; Er hat de Weißheet mit Leffeln jefressen. ‘Er ist überklug, besserwisserisch.’ Vk-Anhaltc 104; Sprw.: wat de Buer nich kennt, dat fritt hei nich WO-Ma; silwest frten mkt fet Wb-Nharz 219; wer vel fritt, de vel schitt HA-Oh; freten, schlapen, supen, langsaom gahn un pupen, dat schleiht an Sprw-Börde. – c. ‘sich durch Fressen/Essen in einen bestimmten Zustand bringen’ – Rda.: sek de nichte un de schanne freten Sprw-Eils 39; Sprw.: Adel hält op Talje, Pöbel fritt sik vull. Chr-Em 430. – 2. in der Verbdg.: nen (ge)frten hebben ‘betrunken sein’,  dn, 2: verstr. nbrdb., 4: BE-Sa – hat en’ efreten JE2-KlWu. – 3a. ‘von Juckreiz befallen sein, Juckreiz verspüren’,  kribbeln (n.Z.), 2: ZE-Roß, 3: Wb-Nharz 219, 4: Wb-Ak 61 – wo ick mich in’n Finger jeschnitten hawwe, det heelt nu, det fresst mächtich ZE-Roß. – Volksgl.: Meine Hand frißt, ich kre noch Jeld. Wb-Ak 61. – 3b. ‘angreifen und langsam zerstören’ – de Seure fritt 3: HA-Oh.
Lautf., Gram.: fret(e)n Matthies 1903,6, GA-Wen, JE2-Gü Nka, vereinz. w elbostf., Sprw-Börde, WA-Wo, QUE-Di, Vk-Anhaltb 77 (vereinz. n BA); frät(e)n SA-Ab, verstr. nbrdb., Vk-Anhaltb 82 (ZE-Eich), ZE-Reu, verstr. elbostf.; [frdn], [frd] SA-Rist, GA-Da, JE2-Scho; [fratn], [fratn] verstr. mbrdb.; [fraid] SA-Dä; fressen, [fresn] Mda-sJe1 13 (verstr. s JE1, ZE-Göd, nur 1b.), vereinz. s ZE, Spr-Asch 43, BA-Ha Sip, verbr. anhalt.; frässen Vk-Anhaltb 77 (BA-Ba); fraszen Mda-Sti 12; 3. Sg. Präs.: fritt, [frit] vereinz. nwaltm., verbr. Altm., JE2-Fe, verbr. elbostf.; frett, [fret] vereinz. n JE2, verstr. mbrdb., JE1-Wol; frätt Bewohner-Altm 1,352; frißt verstr. anhalt.; fresst ZE-Kö Roß; Imp. Sg.: fritt, [frit] Matthies 1912,5 (OST-Erx), verstr. elbostf.; [fret] Dialekt-Ma 8 (verbr. mittleres/s JE1).
fl Adj. 1a. ‘in Verwesung übergegangen, verrottet, verdorben’, auch in FlN, verbr. – en fl Käse Wb-We 160; dä Kartuffeln sünd all ful HA-Bee; ... socht Köppken seß Wochen de fulen Eier ut Mudder öhr Schapp. Lindaub o.J. 26; Sprw.: der beste Appel word ok ful ‘auch einem umsichtigen Menschen kann ein Fehler unterlaufen’ Sprw-Börde; n’ fl Ei fordarwet ’n ganzen Brei HA-Oh. – 1b. ‘ morsch, brüchig, leicht zerfallend’, bes. von Holz, das zu faulen beginnt, verstr. – fulet Holt JE2-Red. – 2. ‘an Wassersucht leidend’, von Tieren, 2: Wb-Altm* 53. – 3. ‘arbeitsscheu, bequem, träge’ verbr. – De Kohdirn de was ook nich ful ... Pohlmann 1905,86; Rda.: hai lecht sick opp de fule Halwe ‘er faulenzt’ Wb-Holzl 93; uf te faule Prnhaut len Wb-Be; sek fle dge mken Wb-Nharz 220; ful wie der Schaper Sprw-Börde; fl w’n sel Wb-Nharz 52; Er ist faul wie der Mist. Spr-Anhalt 169; ful wie Galgenholt sien Sprw-Eils 38; fl w de Sünne HA-Oh; Sprw.: Morjen, morjen, nur nich hiede, seggen alle fulen Liede. WO-Zie; Ful Ossen leg’n sick nich gärn henn, de gröwwelt (graut) vör’t Upstaohn. Bewohner-Altm 1,354; subst.: De Fl dröggt sick dd, de Flitig rönnt sick dd. Wb-Altm 276; eh de Fule zweimal jeiht, trächte dat’n de Buk weih deit BA-Ali; geiht de Sunne na Westen, arbeien de Fulen am besten Sprw-Börde; et Nachts mit de Uhlen, röht (regen) sek alle Fuhlen WE-Dar. – 4. subst. ‘ Schellenober’, Spielkarte, 2: JE2-Wa, JE1-Ka, 3: vereinz. n/mittleres elbostf. n CA, 4: BE-Me Ra.
Lautf.: fu(u)l, fl verstr. ö/s nwaltm., verbr. brdb. elbostf. nthür.; [fo] SA-Ku Pü; [fiu], [fiuo] verbr. nwaltm.; faul ZE-Roß Steu, verbr. anhalt.
Hpedt m. ‘der (erhoffte und deshalb) lange nicht eintretende Tod eines anderen’, vorw. in versch. Sprw.: Hopedot starwet nich 3: Sprw-Eils 39; Hopedood mot erst foort 3: WO-Gu; Hoffedot it lange Brot 3: BA-GrAls; Hoffedot lewet lange 3: WE-Oster.
Hse f. 1. ‘Hose für Männer’ verbr. – d Hse is jants väkndelt JE2-Scho; dai Heos is tau lank SA-Dä; Rda.: Hose wie Jacke ‘egal, dasselbe’ Sprw-Eils 39; de Hose vull hebben ‘Angst haben’ Wb-We 54; hei krijjt de Hese full ‘er bekommt Schläge’ HA-Oh; in kl’n Kn an Pr Hsen abtrecken ‘die große Notdurft verrichten’, Schifferspr., Wb-Ak 72; de fr het de hse ne ‘die Ehefrau hat die bestimmende Stellung inne’ Wb-Nharz 82; halw int Häm un halw int Hoasen ‘unvollkommen’ OST-Dü; hei hat de Beine te wt dorch de Hese ‘stken ‘seine Hose ist zu kurz’ HA-Oh; Kinderreim:ri, ra, rutt,
mne Hese is kaputt!
HA-Oh;
Peter Buber … heth an eynen witten rok eynen brunen mantell, grüne hasen, j grüne kapell vnd swarte har. 1492, FB Zerbst 21. – Volksgl.: Befindet sich unter der zum Trocknen aufgehängten Wäsche eine H., so lacht die Wäscherin durch das Hosenbein, um günstiges Wetter zum Trocknen zu bewirken. Vk-Anhalta 338; dorch de Hose juchen dass., Sprw-Börde, Wb-Nharz 90, Spr-Asch 46.  Brk Büxe Krlsbüxe Krlshse Männerhse Mannshse Mannsldehsen. – 2. ‘Blattscheide des Getreidehalms, Umhüllung der Ähre’ 2: Wb-Altm* 55, 3: Wb-Holzl 106, Wb-Nharz 82 – dat Koren is noch in de Hose Wb-Holzl 106; d’ Haow’r will nich t d’ Haos’n Wb-Altm* 55. – 3. ‘kleines Fass’, bes. für Butter oder Kienruß, 3: vereinz. elbostf.
Lautf.: Hse, [hz] SA-Sta, verstr. mittlere/ö Altm., vereinz. JE2 JE1, verstr. ZE elbostf. anhalt.; Hs, [hs] verstr. s nwaltm., w/n Altm., JE2-Reh; Hosen verstr. nö Altm., GA-Eick La, JE2-GrWul Wu Zo, CA-GrRo KlRo, DE-Mo; Hoase, [hz], [hz] vereinz. ö Altm. JE2, JE1-Bü, ZE-Ned Ra Reu; Hoas, [hs], [hs] vereinz. ö Altm.; Hoasen, Haos’n, [hz()n] SA-Jee, verstr. ö Altm., GA-Ziep, verstr. JE2, JE1-Ge We, ZE-Gö Nu Stre; [haozn] Mda-Ro; Haus SA-Dö NFe; Häos, [hos] verstr. nwaltm.; [haz] verbr. JE1, verstr. ZE; Hese HA-Oh, hese Mda-Weg 98; Huse QUE-GrSchie; huoze OSCH-Di Schl; Huese Wäschke 61920,153; Hös SA-Dre; Oase ZE-Buk; Dim.: (3.) Höseken Wb-We 54; hseken Wb-Nharz 78; Hoiseken Wb-Holzl 107. – Gram.: auf -n auslautende Formen (außer Dim.) sind Pl. mit singularischer Bed. Zuss.: zu 1.: Krls-, Knie-, Ledder-, Männer-, Manns-, Mannsldehsen; sonstiges: Ms-.
K f. 1a. TiN ‘weibl. Rind’ verbr. – hei mott Keue ob de Wische (Wiese) heu’n (hüten) GA-Lock; … denn hammer so vill Jeld, dassemer uns Kiehe un Färe koofen kenn’n. Wäschke 41920,41; Rda. mit Bezug auf Viehhaltung und wirtschaftliche Bedeutung: De gaude Koh melkt man dörchs Mul. ‘Bei guter Fütterung gibt die Kuh viel Milch.’ Spr-Altm 82; Een Koh deckt’n Disch. a.a.O. 82; Oll Kö’ gew’n Melk, jung Hünner gew’n Eier. Bewohner-Altm 1,345; hat de Deuwel de Kauh ehalt, kann hei dat Kalw ok noch halen HA-Eil; Rda. mit Bezug auf den Menschen und sein Verhalten: Wem de Kauh jehört, fate se bin Schwanz ‘wen eine Sache etw. angeht, der kümmere sich darum’ Sprw-Börde; Watt helpt n’n K, wenn s ‘n Emmer vull melkt un sleit’n in’n Dreck ‘Hab und Gut nützen nichts, wenn es vergeudet wird’ Wb-Altm 205; man wart sau olt wie ne Kau un lehrt ümmer noch dertau Sprw-Eils 39; et jift mr bunte keu w eine Zurückweisung einer unberechtigten Forderung gegenüber jmdm., der glaubt, eine verlorene Sache wieder zu erkennen, Wb-Nharz 94; wenn eine Kauh schitt, böert dä andere den Swanz hoch OSCH-Ba; hei kukkt et an w de Kau de ne Dr ‘er ist verwundert’ Wb-We 64; sau old wrd keine Kau WE-Be; Rätsel: et jing in’n Wald un leiht Tellderken fall’n, wat is dat? – de Kauh WO-Schn;Eine Kauh un’n Kalf
Un’n half Kalf half
Un’n Hirsch un’n Reh,
Wuur vell Beine harr’n dee?
Lieder-Ma Nr. 474 (HA-Um);
Kinderreim:Muh, muh, muh!
Raupt uns unse Kuh.
Wai jeeb’m eer det Futter,
Sai jeeft uns Melk un Bodder
Un raupt man immer: Muh!
a.a.O. Nr. 78 (WA-Eg);
Abzählreim:Ich un d, Mil’lersch K,
Mil’lersch sel, das bis d.
Wb-Ak 99.
Wiegenlied:Slap, Kinneken, slap.
Vorn Holte geiht en Schap,
Vorn Holte geiht ne bunte Kauh,
Kummet usen Kinneken tau.
Vk-Harz 3,87 (WE-Schau).
Brauch: In vielen Altmarkdörfern war es üblich, beim ersten Austrieb zu Pfingsten das Vieh zu bekränzen. Dies war häufig mit einem Wettstreit der Hütejungen und Kuhmägde verbunden. Der besten K. der Herde, die zuerst ausgetrieben war, wurde ein von einem Mädchen gebundener Kranz umgehängt. Brauch-wAltm 72f. (SA-Zier, vereinz. GA). Hatte eine Kuhmagd ihre Herde als letzte ausgetrieben, hatte sie allerlei Witze und Neckereien über sich ergehen zu lassen. Gegen Abend suchten die Burschen aus der Herde dieses Mädchens eine K. heraus, die sie schmückten, indem u.a. eine aus Stroh und anderen Materialien gefertigte Puppe auf das Tier gesetzt und befestigt wurde. Diese bunte K. wurde losgelassen und lief unter dem Jubel der Bewohner so lange durch das Dorf, bis die Puppe heruntergefallen oder zerstört war. Erst dann wurde das Tier wieder auf den Hof gelassen. SA-Ch. – 1b. TiN in der Verbdg.: bunte/blinde Kuh ‘Marienkäfer’,  Marenkwer, 2: JE2-Pap, JE1-Bü – blinne Kue JE2-Pap. – 2. ‘alte oder dicke Frau’, Schimpfwort,  Pummel, 2: ZE-Roß. – 3. in der Verbdg.: sitt wie dot up de Koh ‘bittet unablässig um etw.’,  beddeln, 2: STE-Bir.
Lautf., Gram.: K, Koh, Koo SA-Ku Rist Zie, verbr. Altm., JE2-HGö Schö Zo, JE1-Grä Gü Ra Ran; Kouh OST-Thie, ku Mda-Sti 40; Kau(h), [kau], [kao] verbr. nwaltm. elbostf.; Keuseken Dim. Mda-Weg 101; K, Kuh WO-Zi, JE1-Bü Kü, ZE-Roß, HA-Alv, Lieder-Ma Nr. 78 (WA-Eg), a.a.O. Nr. 613 (WO-Ol), a.a.O. Nr. 615 (GA-Se), Vk-Harz 3,94 (QUE-Que), Wb-Be, BLA-All, Vk-Anhalta 32; [g] DE-Ca; Kue, [ku] JE2-Pap, JE1-HLo Stei, verstr. ZE; Kua ZE-Mü; Pl.: [k] JE2-Scho, JE1-Gra HZi Wö; [kö]GA-Bo, CALV-Je Uth Zo; Köh, K, Kö’, [k] SA-Rist Zie, Bewohner-Altm 1,345, verstr. n/mittlere Altm., GA-Da Le Schw, JE2-Gü, Heimatkalender-Ma 1932,45 (JE2-Vie), verstr. nw/mittleres JE1; Ke, [k] Dialekt-Ma 12 (verstr. JE1, ZE-Dor), QUE-Su, Kehe BA-Op; Keh, K Dialekt-Ma 12 (JE1-Güt Schor Walt), verstr. ZE; [kj] Dialekt-Ma 7 (verstr. w JE1, CA-El); kwe Mda-Sti 40; [kje] WO-Col Zi Zie; [ki] SA-Ku, [ki] STE-Bö Je Steg; [köi] SA-Pü Zie, GA-Da Ku, [köi] STE-Bad; [kui] verstr. nwaltm.; Kuü SA-Die; Küehe Heimatkalender-Je 1929,XII (JE2-Vie); Koie, [koi], Käu(h)e, Keu(h)e, [koe] verstr. n/w elbostf.; [koi] SA-Ah GrGe Jü, Keu HA-Oh, Id-Eilsa 70, Wb-Nharz 94; Keuj QUE-Di; Kei(h)e, keie, [kae], [kaie], [kai] WO-Eb Mei, HA-Neu Va, Wb-Nharz 94 (WE-De), vereinz. n CA; Kiehe Wäschke 41920,41, Richter o.J. 7; [g] DE-Ca. Zuss.: zu 1a.: Harz-, Hirsch-, Kalwe-, Kerken-, Lnigen-, Melke-, Melk-, Mtsche-, M-, Ossen-; zu 1b.: Himmelskühchen, Mtsche-, M-; sonstiges: Maikken.
kmen Vb. 1. verbr. – a. ‘sich einem Ort nähern, sich auf etw. zu bewegen’, wobei die Bewegung vorw. vom Ziel aus gesehen wird – … da kummt Zophiechen … Klaus 1936,17; De Hunne kamten ahnelopen …Vk-Harz 3,25 (BLA-Be). – b. ‘einen Ort erreichen, eintreffen’ – wenne doch mand gm Mda-Fuhne* § 44; ik keme glks HA-Oh; d k’m se met ne Fre Jeträide JE2-Scho; Sprw.: De erst kümmt, de moahlt toerst. Spr-Altm 76; kümmst ht nich kümmst morgen Wb-Altm 97; As du kömmst, so geihst du. ‘Wie gewonnen, so zerronnen.’ Bewohner-Altm 1,345. – c. ‘an etw. teilnehmen, jmdn. besuchen’ – kimmste haite? DE-Els; Rda.: wr nich kummet, brket nich wedder wech te gn. Wb-We* 221. – 2. ‘irgendwohin geführt, gebracht werden’ 3: HA-Oh, Wb-We 82, Wb-Nharz 104, QUE-Que, 4: Wb-Ak 107 – Du kimmest ins Loch (Gefängnis). a.a.O. 107. – 3. ‘etw. erlangen, bekommen, erreichen’ 2: Matthies 1903,28, 3: HA-Oh, Sprw-Harzvorlg 264 – tau nist komen ‘keine Zeit haben, um etw. zu erledigen’ a.a.O. 264; Rda.: Jelt kummt tau Jelt HA-Oh. – 4. nur im Imp. – a. ‘jmdn. zu etw. veranlassen’ verstr. – kumm w d’n baie Kabolt JE2-Scho; Lied:Mäk’n, wasch dick, kämm dick, putz dick scheen!
Kumm, wai woll’ moal noan Danzsaal jehn.
Lieder-Ma Nr.
990 (WA-Eg).
– b. ‘vorwärts’, Zuruf an Pferde,  j, 1: SA-Han Schm, 3: QUE-Hau, CA-Atz. – 5. ‘sich jmdm. gegenüber in bestimmter Weise verhalten’ 2: vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), 3: HA-Oh, Wb-We 71, Wb-Nharz 104, 4: BA-Ha – alen (alten) lüen mott man mit der limpe (Nachsicht) komen Heimatland-Ga 1930 Nr. 10; Rda.: kummst de mek sau km ek dek sau Wb-We 71; einen op’t fel kommen ‘jmdn. zurechtweisen’ Wb-Nharz 104. – 6a. ‘plötzlich auftauchen, in Erscheinung treten, geschehen’ 2: vereinz. Altm., JE2-Scho, 3: vereinz. elbostf., 4: Wb-Be – et kimmt ne grte husche (Schauer) Id-Quea 159; Rda.: wennt’t kummet, kummet et mit’n Male Sprw-Eils 39; Sprw.: Sönn oll Krankheiten kaom’n in Kutschen un Kareten un gaohn met’n Krückstock wädder af. Bewohner-Altm 1,347. – 6b. ‘langsam herankommen, sich verändern’ 2: Wb-Altm* 61, Hausfr-Altm 1925,55, Spr-Altm 77, 3: Chr-Em 427, Id-Quea 159 – Mett de Tiet kamm’t noch ännerst! Hausfr-Altm 1925,55. – 6c. ‘von etw. herrühren, herkommen’ 2: Bewohner-Altm 1,345, 3: Sprw-Börde, Wb-Nharz 130, Id-Quea 144 – Rda.: Dät kömmt jo nich van ungefähr, dät kömmt van ganz wat änners her. Bewohner-Altm 1,345. – 7. ‘in einen bestimmten Zustand, in eine bestimmte Lage geraten’ 3: WO-Dru NiDo, HA-Oh, Wedde 1938,14 – se keim’n ut’n Aten WO-Dru. – 8. ‘auf einen Gedanken, hinter etw. kommen’ 2: Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie), ZE-Roß, 3: HA-Oh, Sprw-Börde, Wb-Nharz 104 – Doa kamm ick up den klueken Infall … Heimatkalender-Je 1927,117 (JE2-Vie). – 9. ‘zu etw., an etw. gehören’, bes. bei Lebensmitteln, 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: WO-HWa – an dn Salaot kümmt Tsucker WO-Zie. – 10. zum Ausdruck des Beginns eines Vorgangs, 2: Elbschifferspr. 301 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa), 3: HA-Oh, 4: Elbschifferspr. 301 (CA-Ak), Wb-Ak 95 – r kimmt! Ausruf, wenn der Kahn in Fahrt kommt, a.a.O. 95. – 11. ‘einen bestimmten Preis haben’ 3: HA-Oh, Wb-Nharz 104 – dat is mik te der e’kemen HA-Oh. – 12. ‘ejakulieren’ 2: ZE-Roß.
Lautf., Gram.: Inf.: ko(o)men, kmen Rda-Altm 296, Heimatland-Ga 1930 Nr. 10, vereinz. w elbostf.; kohm’m, [k:] Siedler-Je § 137h, Hbl-Ohre 1935/Becker (HA-Bee); kohm GA-Lin; kaom(e)n, koam(e)n vereinz. nwaltm., OST-Bö Na, Lautdenkmal 1937 (OST-Schön), JE2-Pap, Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie), JE1-GrLüb; ka Dialekt-Ma 9 (verstr. JE1, ZE-Göd, CA-Gli), [ka] ZE-Kö; kao(h)m, koa(h)m SA-Brie, Wb-Altm 97, verstr. ö Altm.; [k] Mda-Ar 31, JE2-Scho; kemen HA-Oh; [ke] Id-Eilsa 73; kommen Wb-Holzl 124 (WA-KlWa), Spr-Asch 32, Wb-Nharz 104, [khomn] Mda-War 68; ko, kom(m)’m Dialekt-Ma 9 (verstr. w JE1, ZE-Dor, vereinz. nö CA), ZE-Roß, QUE-Di, Wb-Ak 95, Wb-Be; kuomen OSCH-Di; kummen Richter o.J. 64; 1. Sg. Präs.: kome, kme Wb-Holzl 124, HA-Oh, Hbl-Ohre 1939,10 (HA-Sie), OSCH-Har; km Wb-We 71; [kam] Mda-Ze (vereinz. ZE); kaom Wb-Altm 276, Bewohner-Altm 1,345; komme, [kom] Mda-Ze (ZE-Roß), OSCH-Di, Wb-Nharz 104, Wb-Ak 95; komm Matthies 1903,28; 2. Sg. Präs.: kommst, [komst] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), ZE-Roß; kömmst Bewohner-Altm 1,345, Heimatkalender-Ma 1932,47 (JE2-Vie); kum(m)est vereinz. sw elbostf., WA-Un; kummst Wb-We 71; kümmst, [kümst] SA-Dä, Wb-Altm 97 und 276, Spr-Altm 76, Wb-Holzl 124, HA-Bee Ost; kim(m)est, [kimst] QUE-Di, Mda-Sti 5, Wb-Ak 95 und 107, Wäschke 41919,90; kim(m)st, [kimst()] mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. Dialekt-Ma 8 (verstr. w JE1, vereinz. ö CA), Wb-Nharz 104, QUE-Di, DE-Els; [gimsd()] mit Enklise des nachfolgenden Personalpron. DE-Ca; [kemst] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli); 3. Sg. Präs.: koamt SA-NFe; [komt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), ZE-Kö; kömmt, [kömt] Bewohner-Altm 1,342 und 345, vereinz. STE; [kömd] Elbschifferspr. 301 (STE-Bit Tan, WO-Ro, JE2-Mi Pa); [kömp] STE-Buch, JE2-Scho; kum(m)et HA-Oh, verstr. sw elbostf.; kummt verstr. sw elbostf., WA-Un; kümmet Wb-Holzl 124 (HA-Wo und sw Holzl.); küm(m)t, [kümt] verstr. nwaltm. w Altm., vereinz. ö Altm., verstr. n elbostf., ADVk Nr. 49 (OSCH-Wu, WE-Re), Id-Quea 144; [kümp] OST-Kru Wal, STE-Ro; kim(m)et Wb-Nharz 104, Vk-Harz 3,24 (BLA-Be), Spr-Asch 49, Mda-Sti 5, BA-Ha; kimmt, [kimt] SA-Win, vereinz. WO, Dialekt-Ma 8 (verstr. w JE1, vereinz. nö CA), JE1-Ca, Sprw-Börde, vereinz. s elbostf., Wb-Ak 95, Wb-Be, Wäschke 61920,38; [kimd] Elbschifferspr. 301 (CA-Ak); [kemt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor, CA-Gli); 1./3. Pl. Präs.: kom(e)t, kmt Wb-Holzl 124, OSCH-Har, Wedde 1938,14, WE-Oster; kemet HA-Oh; [km] vereinz. s Altm., WO-HWa; kaomen Bewohner-Altm 1,347; [km] SA-Die Pe, verstr. n Altm., kaom, koam, [kaom] vereinz. n SA, Sprw-Altmb 121; kamt Lieder-Ma Nr. 413 (WO-Ol, HA-Alv); komm(e)n SA-Im, ZE-Ra, Wb-Holzl 124; komm’m QUE-Di, [ko] OST-Krum, STE-Sa; 3. Sg. Prät.: kom JE2-Gü; [km] SA-Chei Kal, GA-Fau, vereinz. WO; ka(a)m, [km] verstr. ö Altm., GA-Bo Schw, vereinz. elbostf.; [gm] Mda-Fuhne* § 227,4 (verstr. mittleres/s KÖ); kamp Wäschke 71913,12; [km] QUE-Di, km Wb-Ak 95; [gm] Mda-Fuhne* § 227,4 (verstr. anhalt.); [gmb] BE-Sa (veralt.); [km] Wb-Altm 97, verstr. SA w OST, OST-Hi, vereinz. s Altm.; [kim] SA-Die, [käim] verstr. nwaltm.; keim Wb-Nharz 104 (WE-Oster); kamm, [kam] vereinz. Altm., Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie), Rauch 1929,70, Chr-Em 438, Wb-Holzl 124 (HA-Erx); 1./3. Pl. Prät.: km’n Tiedge 1954,39 (HA-Ost); [k] JE2-Scho; kemen Lautdenkmal 1937 (OST-Schön); [k] JE2-Scho; [khaimn] Mda-War 68, keim(e)n Rauch 1929,82, WO-Dru, Wb-Holzl 104 (WE-Oster); kmen, kamen a.a.O. 124, Wb-We 90, Mda-Sti 16; kamten Vk-Harz 3,25 (BLA-Be); Part. Prät.: ekomen, ekmen Wb-Holzl 124, Hbl-Ohre 1928 Nr. 9/Wöhlbier (HA-Eim), OSCH-Har, Wb-Nharz 104 (BLA-Ben); e’kem’n HA-Oh; jeka ZE-Kö, [jka] Mda-Ze (vereinz. ZE); [ka] Dialekt-Ma 9 (verstr. JE1, ZE-Göd, CA-Gli); kaom’m Wb-Altm 97; kaom SA-Bon; jekomm’n Alt-Cöthen 8; jekom’m, [jko] Mda-Ze (ZE-Roß), Wb-Ak 95 und 115; ekommen Wb-Nharz 104; [ko] Dialekt-Ma 9 (verstr. w JE1, ZE-Dor, vereinz. ö CA), ’kom’m QUE-Di; 3. Sg. Konjunk. Prät.: kme WE-Wa; [gm] Mda-Fuhne* § 44 (DE-Ca); kaime verstr. w elbostf., WA-KlWa Un, keime Wb-Nharz 104; Imp. Sg.: km OSCH-Har; [km] SA-Ku; komm SA-Han Schm, JE2-HGö, JE1-Flö Ho, vereinz. ZE, CA-Gli; komp ZE-Roß; kumm, [kum] verstr. nwaltm. Altm., JE2-Neu Scho, ZE-Brä, Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, vereinz. nö CA), verstr. elbostf. s CA, Richter o.J. 64; [gum] BE-Ad KlSchie, DE-Ca (veralt.); Imp. Pl.: komet Wedde 1938,20; kommet, [komt] Wb-Nharz 104, QUE-Di; [komt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, vereinz. nö CA), Wb-Nharz 104; kummt, [kumt] Dialekt-Ma 8 (verstr. JE1, ZE-Dor Göd, CA-Gli), Wb-Holzl 124; kümmt, [kümt] SA-Dä, OST-Sa. Zuss.: zu 1.: hen-, hr-, hch-, in-, ls-, mit-, n-,wern-,wer- , werweg-; zu 3.: ls-; zu 6.: hr-, wer-; zu 7.: in-, nedder-, wer-; zu 10.: hr-; sonstiges: hen-.
Kreienschte f., nur in der Rda.: klar wie Kreienschite ‘verständlich, deutlich’, vorw. iron. gebraucht, 3: Sprw-Eils 39.