bekren Vb. 1. dass. wie  beköddern 1., 3: vereinz. w elbostf. – De Gemeinderat kam tesamme un beköre de Geschichte. Lindauc o.J. 85. –2. dass. wie  beköddern 2., 3: HA-Oh.
Lautf., Gram.: bekören Wb-We* 201; -köre 3. Sg. Prät. Lindauc o.J. 85; -köaren HA-Oh.
1belwen Vb. 1. ‘erleben’ 3: vereinz. n/mittleres elbostf., 4: Wb-Ak 34 – ... wat harr’ de Minsche alles belewet! Lindauc o.J. 67. – 2. ‘erfrischen, beleben’ – dai Drungk schall mik belai’m 1: SA-Dä.
Lautf., Gram.: belewet Part. Prät. Lindauc o.J. 67; -lb’m Spr-Mab 395 (WO-Ol); -lem’n HA-Oh; -l’m Wb-Ak 34; [blai] SA-Dä.
Brkutscher m. ‘Fuhrmann einer Brauerei’ 3: Lindauc o.J. 37, HA-Oh, 4: Heese 21919,101 – ... mit n Faß Bier ausjeholfen, wie’n dän sein Bierkutscher mah hadde sitzen jelahßen. a.a.O. 101.
Lautf.: Bei(e)rkutscher Lindauc o.J. 37, HA-Oh; Bier- Heese 21919,101.
bestn Vb. 1a. ‘Bestand haben, weiterhin existieren’ 2: vereinz. Altm., 3: vereinz. elbostf., 4: Krause 1964,128 – sau wat kan nich beschtn Wb-Nharz 25. – 1b. in der Verbdg.: bestn blwen ‘in einem bestimmten Zustand verharren’ 1: SA-Dä, 2: Wb-Altm 16 – hai hat in Wassan (Wachstum) beschtaon blai’m SA-Dä. – 2. ‘erfolgreich abschließen’ 1: SA-Dä, 2: Francke 1904,96, 3: vereinz. elbostf. – hei hat de Prfung bestn HA-Oh. – 3. ‘auf etw. beharren’ 2: vereinz. Altm., 3: Lindauc o.J. 44, Sprw-Börde – drop beschtahn Sprw-Börde; Sprw.: Wer ümmer upp’n Kopp besteit, de kümmt am Enn upp’n Kopp to staon. Wb-Altm 266.
Lautf., Gram.: bestn HA-Oh, Wb-We 101; -staon, -stn vereinz. Altm., WA-KlOsch, QUE-Di; -schtahn, -schtn Sprw-Börde, Wb-Nharz 25; [btaon] SA-Dä; besteit, -staiht 3. Sg. Präs. Wb-Altm 266, Zauber-Ma Nr. 82 (WO-Ol); -stund 3. Sg. Prät. Lindauc o.J. 44; beschtehn Krause 1964,128.
Bnensuppe f. ‘Bohnensuppe’ 3: verstr. elbostf., 4: Wb-Be – ... en Tellder Bohnenzuppe ... Lindauc o.J. 22.
Lautf.: Bohnensuppe, bnen- Wb-Nharz 31, Heimatgesch-Bad 31; [pzupe] Wb-Be; Bohnenzuppe verstr. elbostf.; Benen- HA-Oh.
bstig Adj. ‘mürrisch, verdrießlich’,  brummig, auch ‘ärgerlich, zornig’,  1fuchtig, 3: Wb-Holzl 60 (HA-Bar Eil), Lindauc o.J. 25 – Hannes knurre baustig vorr sick hen. a.a.O. 25.
Lautf.: baustig, -ich.
bringen Vb. allg. 1a. ‘etw. an einen best. Ort schaffen, befördern’ – de tolle Hagen hat de Schwiene na Schlanstidde brocht OSCH-Wu; w brengng k Tüffeln in Tüffellock JE2-Scho; Rda.: bei Siet bringen ‘stehlen, entwenden’ STE-Ga; was ewwern Jordn brengen ‘etw. verderben’ Wb-Ak 79. – 1b. ‘etw. zu jmdm. befördern und übergeben’ – ... ne halwe Semmel müßte hä doch för öähre kranke Wiese (Luise) met na Huse breng’n ... Heimatkalender-Ma 1930,81 (JE2-Vie); d musd de Schg noch bain Schsdor brengng DE-Ca; D’ Stork hät di’n kleinen Broder brocht. Pohlmann 1905,30; ... ich were Eich doch keen Unjlicke nich brengen! Wäschke 61915,18; Sprw.: Wer’t Klein nich acht, wärd’t Grod nich bracht’. Bewohner-Altm 1,344. – 2. ‘jmdn. an einen best. Ort begleiten’ – ... brachte awwer doch noche, wie sichs jeheert, das Mächen zu Hause. Heese 21919,45. – 3. ‘verursachen’, auch ‘mit etw. einhergehen, mit sich bringen’ – de wint brinkt rn Wb-Nharz 33; Der Winter hat Schnee un Ais jebracht. Spr-Asch 28; ... Mul- un Klauensüke, Rotlauf, Schwinsüke usw., de recht völe Sorr’nn un Not up’n Hof breng’n künn’n. Heimatkalender-Je 1923,99 (JE2-Fi); Bauernregel: De April mag sien wie e will, aber Loof un Gras bringet e doch. Chr-Em 427; kolln Ma bringkt Strou un Hou (Heu) SA-Rist; Sprw.: Höner bringen Fndschopp (weil sie im Garten des Nachbarn Schaden anrichten) Wb-Altm 278. – 4. ‘etw., jmdn. in eine best. Lage, in einen best. Zustand versetzen’ – op’n Swunk bringen ‘jmdn. antreiben’ HA-Oh; hei brochte mek rscht wedder drop ‘er erinnerte mich daran’ Wb-Nharz 33; Ick will de Sache woll tau Schick (zum richtigen Ergebnis) bringen ... Lindauc o.J. 23. – 5. in Verbdg. mit um ‘dafür sorgen, dass jmd. einen Verlust, Schaden erleidet’ –Dat se hat dän Schnied’r
Um sien bettjen Jeld ebracht
. 3: Lieder-Ma 979 (WO-Ol).
– 6. ‘erbringen, einbringen, Gewinn bringen’ – dat bringet vl HA-Oh. – 7. ‘aufgrund eigenen Strebens eine best. Position, Reichtum, Ansehen erreichen’ – hei het et wd ebrocht BLA-Brau; Da sall ’t dä Minsche tau wat bringen! Klaus 1936,18. – 8. in Verbdg. mit Subst. zur Umschreibung eines Verbalbegriffs – dat Heu op de Wiesche opn Hupen bringen WA-KlWa.
Lautf., Gram.: bring(e)n, bringng, [bri], bring’ Inf.; bring(e)t 3. Sg. Präs.; bring Imp. Sg.: verbr. nwaltm., verstr. w Altm., vereinz. nö GA nw STE, verbr. s JE1 ZE elbostf., Heimatkalender-Börde 1925,62 (CA-Sa), verstr. w BE; [prin] Wb-Be; breng(e)n, brengng, [bre], breng’ Inf.; brengt 3. Sg. Präs.; breng Imp. Sg.: SA-Die, vereinz. w SA w GA, sonst verbr. nbrdb. n/mittleres mbrdb., BLA-Bö, BA-Ha, verbr. anhalt.; bräng(e)n, bräng’ Inf.; brängt 3. Sg. Präs.: SA-Bre, vereinz. nbrdb., JE1-Ma; prëngen Mda-Sti 5; 1./3. Sg. Prät.: -a-, -o-; außerdem: -u- JE1-Ziep; -ö- SA-GrGe Kön, OST-Werb; -e- SA-Sa, OST-KlBeu; -ä- SA-Kri; Part. Prät.: -a-, -o-; außerdem: -ö- Wb-Altm 25, WA-See.
Brer f. ‘Brauerei’ 3: verstr. elbostf., 4: Heese 21919,73 – Op den groten Grasplatze vorr de Brueri stunnen schon tein, twölf Wa’ns ... Lindauc o.J. 14.
Lautf., Gram.: Brueri, Brer verstr. elbostf.; Bruerie-e OSCH-Grö; brr Wb-Nharz 34; Brauereien Pl. Heese 21919,73.
Bk m. ‘Bauch, Leib, Magen’ verbr. – et koldert mik in’n Bke HA-Oh; ... ne isige Külle kruppt mick de Beine hoch – an Buk un Bost un Hals ... Lindauc o.J. 54; Rda.: en dicken Bk mken ‘schwängern’ BLA-Brau; Buk un Bak full hebben ‘im Überfluss leben’ Sprw-Börde; der Sjel hedd’n Bk von einem aufgeblähten Segel bei Wind, Elbschifferspr. 316 (STE-Bit); Lacht hei, dat’t Buk em wackeln deit. Pohlmann 1905,29; Wenn doch de Bk ’n Schndl wr! Ausruf, wenn man satt ist, aber noch gern etwas äße, Wb-Altm 26; Sprw.: De Wind weiht woll grod Berri (Berge) tohop, äöwer keen dick Bük. ‘Von nichts kommt nichts.’ Bewohner-Altm 1,321 f.; ehe dä Fule tweimal geiht, slept hei, dat ne de Buk weih deiht WE-Velt.
Lautf.: Bu(u)k, [bk] vereinz. ö nwaltm., verbr. brdb. (außer s ZE, dort vereinz.) elbostf.; puch Mda-Sti 8; Buck Heimatkalender-Je 1923,94 (JE2-Vie); [biuk] verbr. nwaltm.; Bauch vereinz. s ZE, verbr. anhalt.; [pau] Wb-Be. – Gram.: n. belegt Pohlmann 1905,29.
Bknwel m. ‘Bauchnabel’ 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., JE2-Scho, 3: vereinz. n elbostf., Mda-Weg 90, 4: Wb-Be – ... de Schäfte recken bet an’n Buknabel. Lindauc o.J. 37.
Lautf.: Bknwel, [bknv()l] STE-Je Steg, HA-Oh; Buknabel, Bug- vereinz. n Altm., STE-GrSchwa, Lindauc o.J. 37; [bknv()l] SA-Sa, OST-Bi Ga, verstr. mittlere Altm., CALV-Zo, WO-HWa Mei; [-nvo] SA-Ah Ku; Buknavel OST-Ein; -n(a)obel, Bug- SA-Jeg, Mda-Ost 46 (OST-Gla), OST-Le, GA-Si; Bknba SA-Net; [paunawl] Wb-Be; bkngel Mda-Weg 90; Bkngel, [bkng()l] verstr. w Altm., OST-Har; [-ngo], [bg-] SA-Mar, vereinz. ö nwaltm.; Bugnogel WO-Mahl; Buknarel, [bkn()l] vereinz. ö Altm. (außer n WO); [-nl] OST-Kru, STE-Ro; [-n()l] vereinz. n Altm., verstr. sö Altm.; [-nul] JE2-Scho; Bugnauel WO-Ucht; [bknl] WO-Zie; [-nol] STE-Buch; [biukng, -o] vereinz. nwaltm.; [-naog, -o] verbr. nwaltm. – Etym.: die Entstehung der Formen mit -g- ist wohl ndl. beeinflusst, ausf. vgl. Teuchert 21972,319.