drml Adv. ‘dreimal’ vereinz. – ... dreih ... den groten Slöttel dreimal umme, ... Lindauc o.J. 23; Zauberformel: Dreemol swatten Koter ... Hausfr-Altm 1929,24 (STE-KlMö).
Lautf.: dre(e)m(a)ol vereinz. Altm.; -moal Heimatkalender-Je 1923,95 (JE2-Vie); dreimal, -ml vereinz. elbostf.; -ma Krause 1964,98; -m Wb-Ak 7; -moa Bauernwelt-Ze.
Drillmaschne f. ‘Maschine zur gleichmäßigen Aussaat in Reihen’ 1: SA-Rist, 3: Lindauc o.J. 32, HA-Oh, 4: Wb-Be, Richter o.J. 107.
Lautf.: Drillmaschine; außerdem: [drelma] SA-Rist; [trelmane] Wb-Be.
Drinkbde f. ‘Bude, die während eines Festes aufgestellt wird, um darin trinken zu können’ 3: vereinz. n elbostf., 4: Wb-Be – Hei sat ganz bedöppert in de Drinkebau ... Lindauc o.J. 118.
Lautf., Gram.: Drinkbau HA-Oh; -bde Spr-Mab 391 (WO-Ol); [trikpde] Wb-Be; Drinkebau Dat./Akk. Sg. Lindauc o.J. 118.
düchtig Adj. verstr. (außer mbrdb., dort nur vereinz.). 1. ‘fleißig, gewissenhaft, geschickt’ – ... et war en düchtig Fruensminsche, ... Lindauc o.J. 10; Lieschen is düchtig in d’ Wirtschaft ... Heimatkalender-Ma 1931,86 (Altm.); ... dat deit nist, wenn du män düchtig arbeid’n kannst. Pohlmann 1905 ff.,119. – 2. ‘von beachtlicher Größe, Menge, Qualität’, auch ‘sehr, überaus, stark’,  bannigs hat tichtich jefrrn Wb-Be; sick düchdig inmummeln SA-Kri; ... anne dichdije Hucke Holz ... Spr-Asch 39; unse Hünna hem’m düchtich jeld JE2-Scho; den hat hei düchtig aneführt Id-Eilsa 59; smere man düchtich Botter op’t Stücke (Brotscheibe) HA-Oh; Un denn gaww deatt ’n düchtig’n Schupp ... Matthies 1903,31.
Lautf., Gram.: düchtig, -ch vereinz. nwaltm., verstr. nbrdb., Heimatkalender-Ma 1932,46 (JE2-Vie), verstr. n/w elbostf.; düchtig’n gem. Dekl. m. Akk. Sg. Matthies 1903,31; düchdig, -ch, [düdi] SA-Dä Rist, vereinz. Altm., HA-Bel, Wedde 1938,61; dichtig, -ch verstr. ö/s elbostf.; dichdije gem. Dekl. f. Akk. Sg. Spr-Asch 39; tichtig, -ch ZE-KlLei, verstr. omd.; ticht’ger gem. Dekl. m. Nom. Sg. Vk-Anhalta 82 (BA-Ha); duchtig Wb-Altm 42, Wb-We 31.
Düngersack m. ‘Sack zur Lagerung von Kunstdünger’ 3: HA-Oh, Lindauc o.J. 24.
Dsel m. 1a. ‘Schwindel, Benommenheit, Taumel’ 2: Wb-Altm 44, Mda-nwJe1a 51 (JE2-HSe, verstr. n JE1), 3: HA-Oh, 4: Mda-Sti 138. – 1b. in der Verbdg.: in’n Dsel sn ‘betrunken sein’,  dn, 3: HA-Alv, OSCH-KloGrö. – 2. ‘(unverhofftes) Glück’ 2: ZE-Kö, 3: vereinz. w elbostf., 4: BA-Ha, Wb-Ak 50, Wb-Be – Nä, harr’ de Minsche aber ok Dusel hat! Lindauc o.J. 79.
Lautf.: Dusel, [dzl]; außerdem: tsel, [tzl] Mda-Sti 138, Wb-Be; Dsel Wb-Altm 44.
düt Demonstrativpron. n. (m. und f.  düsse) 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. nbrdb. n/mittleres mbrdb., verstr. ZE, 3: verbr. elbostf., 4: vereinz. omd. 1. in Bezug zu einem Subst. – a. mit Bezug zu etw./jmdm., auf das/den der Sprecher hinweist – ditt oll Wief SA-HDo; dit Schwn is jt JE2-Scho. – b. mit Bezug auf etw. bereits Bekanntes, Erwähntes – ... Ollmark ... Düt schön klein Land ... Kredel 1927,24; Ganz obberleiig (überflüssig) war düt Nölen ... Gorges 1938,48. – c. in Verbdg. mit Zeitangaben auf einen benachbarten Zeitpunkt hinweisend – ... krieg’n wi düt Joahr n beestig schöne Erndt ... Firmenich 1854,124 (OST-Hav). – 2. in subst. Funktion (semantisch wie 1a. und 1b.) – Wat is dütt ... Lindauc o.J. 23; Düt stimmt gans gewiß hüt noch. Hausfr-Altm 1928,94 (Kredel); Dütt ward woll ok saune ole Snurre sin ... Klaus 1936,7; Verbdg.: Underwächs vortellten se sk dit un dat ... Mda-Harz 17 (BLA-Hü); jiff m dütt, krüsd dat SA-Die.
Lautf.: düt(t), [düt] verbr. nwaltm. nbrdb. n mbrdb. n/w elbostf.; dit(t), [dit] vereinz. nwaltm. verstr. nbrdb., verbr. mittleres mbrdb., verstr. ZE, vereinz. w elbostf., verstr. mittleres elbostf., verbr. ö/s elbostf.; dis(s), disz ZE-Roß, vereinz. omd.
1Dutz n. ‘Anzahl von 12 Stück’, vgl. Dutzend, 3: vereinz. elbostf. – ... wi krei’n ... ok use Deil, grade en Dutz ... Lindauc o.J. 42.
Ei n. 1a. ‘von Vögeln gelegtes, von einer Schale umschlossenes ovales bzw. kugeliges Gebilde, das die Eizelle samt Dotter und Eiweiß enthält’, bes. vom Huhn, verbr. – de Aier affsoik’n Spr-Maa 433; n’ fl Ei HA-Oh; Sebben Eier von binnah ’n Schock Häunerveih, ... Lindauc o.J. 7; ik heww uns Aia inschln JE2-Scho; Rda.: ... wie’t Jeele von et Ei! ‘das Beste, Vorteilhafteste’ Gorges 1938,74; det is’n Ei ‘das ist selbstverständlich’ ZE-Roß; Een Ei up de Meßbörr’ draw’n (tragen). ‘Einen unverhältnismäßig großen Aufwand betreiben.’ Bewohner-Altm 1,330; Mit em mütt’n umgahn as mit’n roh Ei. Spr-Altm 78; hei geit, as wenne op Eiern geit wenn jmd. vorsichtig, unsicher geht, Wb-We 33; wie ut et Ei epellt ‘sehr sauber, adrett’ CA-Fö; ein ei un ein eierkauken sn ‘sehr vertraut miteinander, unzertrennlich sein’ Wb-Nharz 49; datt’s een Ei un een Kauken dass., BA-Op; Kimmere dich nich um unjelte Eier! ‘... um Dinge, die noch nicht spruchreif sind!’ Wb-Ak 50; Ei is Ei, sä de Köster, un drum foat he na’t Goosei OST-Schön; Ei is Ei, sagte de Bur, dunn bracht’r ’n Preister ’n Sperlingsei. Spr-Altm 87; Sprw.: frische Eier, gude Eier ‘das Neue entfaltet am Anfang gute Wirkungen’ Wb-We 33; Een Ei mockt’n grod Geschrei. ‘Streit entsteht oft aus geringer Ursache.’ Bewohner-Altm 1,330; n fl Ei, verderwt ’n ganzen Brei. Wb-Altm 279; En half Ei is besser as en leddigen Dopp (Eierschale). Chr-Em 429; Rätsel vom Ei: eck schmiete wat Wittes op Dk, dat kimmt gäl wedder runner BLA-Wie; Et is’n klein Tünnchen, hät keen Tüpplock (Spundloch) un’ keen Tapplock (Zapfloch), un’ is doch wat Natt’s drin. Bewohner-Altm 2,174; Heischeverse:Tein Eier, tein Eier
in unse Kiep’!
Matthies 1912,14 (STE-Schö);
Ge’m se uus de Eier nich,
leggen de Häuhner öäwers Jhr ook nich.
Brauch-wAltm 68
(GA-Dö).
Volksgl.: Am Gründonnerstag gelegte Eier werden als Bruteier benutzt, weil dann angeblich bes. viele von ihnen ausgebrütet werden. Die aus ihnen schlüpfenden Hühner sollen jedes Jahr die Farbe des Gefieders wechseln. Brauch-wAltm 34 (verstr. w Altm.). – 1b. in der Verbdg.: wkes Ei ‘Hühnerei ohne feste Schale’,  Windei, 3: WA-Un, 4: vereinz. anhalt. – 1c. in der Verbdg.: dat dubbelte Ei ‘ungewöhnlich kleines Hühnerei’,  Kkenei (n.Z.), 3: vereinz. nw elbostf. – 1d. in der Verbdg.: flet Ei Kinderspiel, 2: GA-Trü, JE2-Fe, JE1-Wü. – 1e. in der Verbdg.: 1,2,3 int fule Ei dass., 3: WO-KlRo. – 2. Pl. ‘Hoden’ 2: ZE-Roß, 4: Wb-Ak 50. – 3. Pl. ‘Geld’,  Zaster, 2: JE1-Kü, 3: HA-Bee.
Lautf., Gram.: Ei, Ai, [ai], [ae]; außerdem: [i] SA-Dä; [ä] Siedler-Je § 107 (n/mittleres JE2); Aj QUE-Di; Pl.: Eier (nwaltm., n/mittlere Altm: [-], s Altm., JE2-Scho: [-], anhalt.: [-r]); außerdem: aijer Mda-Sti 30; eijere Wb-Nharz 49 (BLA-Hü); [jr] BLA-Be; r QUE-Di.
Eidotter n., m. wie Standardspr., 3: Lindauc o.J. 12, 4: CA-Ak, Wb-Be – Eidotter und Eierschalen makenander, un dat klickere un drüppe man sau von de Fingerspitzen runder. Lindauc o.J. 12.
Lautf.: Eidotter Lindauc o.J. 12; [aidodr] CA-Ak; [-totr] Wb-Be.