Mittelelbisches Wörterbuch: Aufgaben und Ziele

Die Aufgabe des Mittelelbischen Wörterbuchs (MeWb) ist es, den Mundartwortschatz (den Wortschatz des Alltags) des nördlichen (niederdeutschen) und mittleren (mitteldeutschen) Teiles Sachsen-Anhalts in Hinblick auf seine Bedeutung, Lautung und sprachgeografische Verteilung sowie unter Beachtung der soziologischen Struktur und stilistischen Schichtung zu dokumentieren. Beispielsätze, Redensarten und Sprichwörter sollen freilich nicht nur den Gebrauch des mundartlichen Wortgutes im Satzzusammenhang verdeutlichen, sondern gleichzeitig auch in Lebenswelt und Denkweise der Mundartsprecher einführen. Besonderer Wert wird auf das Einbeziehen volkskundlich relevanter Sachverhalte gelegt. In den so genannten Synonymenzentralen kann man darüber hinaus erfahren, welche Benennungen es insgesamt für eine Sache gibt. Oft werden dieses Ergebnisse auf Wortkarten verdeutlicht.

Iltis m. dass. wie  Ilk, 2: vereinz. brdb. (außer SA), 3: vereinz. elbostf., 4: verbr. BE sö DE.
Lautf.: Iltis vereinz. nd. (außer SA); [ildis] verbr. BE sö DE.
Imker m. ‘Bienenhalter, Bienenzüchter’ 1: SA-Dä Ru, 2: Wb-Altm 89, Id-Altm, Mda-Ar 28, JE2-Scho, 3: Wb-Holzl 109, HA-Bee Oh, Wb-We* 215 – dat Mai (Met) gift b’n Imka SA-Dä.
Lautf.: Imker SA-Ru, Id-Altm, Wb-Holzl 109, Immker Wb-Altm 89; [mkr] Mda-Ar 28; [imka] JE2-Scho, [imk] SA-Dä; Immeker HA-Bee Oh, Wb-We* 215.
imkern Vb. ‘Bienen halten’ 2: Id-Altm.
Imme f. TiN ‘Biene’,  Bne, 1: verbr. nwaltm., 2: verbr. Altm., JE2-Je Re Schö, JE1-HWa, ZE-Ned, 3: verbr. w elbostf., WA-Ta – Rda.: De is klöker as’n Imm’, de will ut’n Pärkäödel Honnig suw’n. Bewohner-Altm 1,342.
Lautf.: Imme verstr. Altm., JE2-Je Re Schö, JE1-HWa, ZE-Ned, verbr. w elbostf., WA-Ta; Imm verbr. nwaltm. Altm. (außer sö); Immeeke Dim. HA-Som. Zus.: Honnig-.
Immenblder Pl. dass. wie  lf, 3: WO-Gu, HA-Alt.
Lautf.: Imm’mbläder.
Immenkasten m. dass. wie  Immenkpe, 1: SA-Ku.
Lautf.: [ikastn].
Immenkpe f. ‘Bienenkorb’ 1: verstr. nwaltm., 2: verstr. ö SA, OST-Bert Me Nki, 3: GA-Wef, Wb-Holzl 109 (HA-Eil, WA-KlWa), HA-Bee.  TZ: Hnker Heidker Immenkasten Immenkorf Kpe Korf.
Lautf.: Immenkipe GA-Wef, Wb-Holzl 109 (HA-Eil, WA-Kl-Wa), HA-Bee; -kiep verstr. SA, OST-Bert Me Nki; [ikp] verstr. nwaltm., SA-Rie.
Immenkorf m. dass., 1: vereinz. nwaltm., 2: verstr. Altm., 3: HA-Bee, OSCH-Schl.
Lautf.: Immenkorf vereinz. OST, GA-Trü Ziep, HA-Bee, OSCH-Schl; -koaw OST-Lü; [imnkf] SA-Bor; Imm’korf Wb-Altm 89; [ikrf] GA-Da; [-krf] SA-Dä; [-kf] SA-Ah Pü Rie, GA-Ku; [mkf] Mda-Ar 28.
Immenlag m. ‘Bienenstand, Bau für mehrere Bienenstöcke’ 3: verstr. nw elbostf.
Lautf.: Immenlach Wb-Holzl 109 (HA-Bar Eil), HA-Bee Som; -lacht GA-Wef, Wb-Holzl 109 (HA-Ost), HA-Alv.
Immenppe f. ‘Pfeife, mit der der Imker bei Arbeiten am Bienenstock Rauch zum eigenen Schutz erzeugt’ 1: SA-Bor.